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Johannes Calvin Unterricht in der christlichen Religion - Institutio Christianae Religionis € 54,00 inkl. MwSt.
3. Auflage 2012 Erscheinungsdatum: 18.10.2012 gebunden / 17,0x25,0 cm / ISBN 978-3-7887-2327-9 Neukirchener Theologie lieferbar Autoreninformationen |
Das theologische Hauptwerk Calvins
Calvins Hauptwerk gehört zu den zehn wichtigsten Schriften der Christenheit. Durch das aufmerksame Studieren biblischer Aussagen gelangt Calvin zu einer umfassenden theologischen Gesamtsicht des christlichen Glaubens und seiner praktischen Verantwortung. Jetzt in einem lesefreundlichen Abdruck in der Übersetzung von Otto Weber. Das Werk zum Calvin-Jahr 2009!
Das Buch richtet sich an alle, die an der Person und den Schriften Calvins interessiert sind, sowie an alle, welche die Theologie der Reformatoren authentisch studieren wollen: in Forschung und Lehre Tätige, Pfarrerinnen und Pfarrer, Lehrerinnen und Lehrer, an Kultur und Religion Interessierte.
Herausgeber: Matthias Freudenberg
Pressestimmen
Nachdem die Übersetzung der "Institutio" Johannes Calvins, des "Unterrichts in der christlichen Religion", jahrelang nur noch antiquarisch erhältlich war, wurde das systematische Hauptwerk des Genfer Reformators kürzlich in überarbeiteter Form neu herausgegeben. In gewisser Weise war die Institutio Calvins Lebenswerk. Der Genfer Reformator arbeitete ungefähr zweieinhalb Jahrzehnte daran. Die erste Version erschien im Jahr 1536. Zu jener Zeit war er gerade 27 Jahre alt. Die letzte von mehreren stets erweiterten Überarbeitungen erfolgte im Jahr 1559.
Diese letzte Ausgabe der Institutio - über diese sprechen wir hier - ist in vier Teile ("Bücher") gegliedert. Das erste "Buch" handelt "von der Erkenntnis Gottes des Schöpfers", das zweite "von der Erkenntnis Gottes des Erlösers in Christus", das dritte thematisiert die Frage, wie der Sünder an "der Gnade Christi Anteil bekommt udn welche Früchte daraus erwachsen", udn ds vierte "Buch" beschäftigt sich schließlich mit der Kirche (Gemeinde), den Sakramenten und nicht zuletzt mit der (Ein)stellung des Christen zu staatlichen Instanzen.
Im Vorwort erklärt der Genfer Reformator die Absicht, die er mit der Abfassung seines Werkes verfolgt: "die Kandidaten der heiligen Theologie so zum Lesen des göttlichen Wortes vorzubereiten udn anzuleiten, dass sie einen leichten Zugang zu ihm haben und sich in ihm mit ungehindertem Schritt vorwärts bewegen können."
Tatsächlich bezieht sich das über 850 Seiten umfassende Werk durchweg auf die Heilige Schrift. Nicht nur deswegen fällt es schwer, aus der Vielzahl der wertvollen Ausführungen des Werkes einen einzigen Gedanken herauszugreifen. Aber vielleicht ist es angesichts der Thematik unserer Zeitschrift (Aufbau rechtlich eigenständiger, biblisch-reformatorischer Gemeinden) sinnvoll, einmal auf seinen Zugang zur Kirche (Gemeinde) hinzuweisen.
Calvin beginnt bei seinem Nachdenken über die Gemeinde nicht mit nebulösen Spekulationen über die "Unsichtbarkeit" der Kirche (Gemeinde), die dann je und je auch mal in Erscheinung treten könne, sondern der Genfer Reformator setzt konsequent bei der bestehenden Ortsgemeinde ein. Diese versammelt sich um das Wort Gottes und die Sakramente. In ihr sind ordentlich berufene Amtsträger anzutreffen udn das Leben der Gemeinde gestaltet sich in erfahrbarer Gemeinschaft und konkret erwiesener Liebe.
Indem er das lehrt, will er nicht den Eindruck erwecken, Gemeinde Gottes sei eine Art Club Gleichgesinnter, die sich über zum Beispiel einheitliche Vorstellungen von Heiligkeit definieren. Eine derartige Einstellung wäre für den Reformator nichts anderes als pharisäerhafter Selbstbetrug. Es ist für ihn selbstverständlich, dass die Kinder glaubender Eltern zum Bund Gottes und damit in die neutestamentliche Gemeinde gehören, (so dass ihnen die Taufe als Zeichen und Siegel des Gnadenbundes Gottes nicht vorenthalten werden soll).
Auch die Gemeindezucht hält er für unverzichtbar. Dabei geht es ihm nicht um die Herstellung einer sündlosen Gemeinschaft, sondern um das Praktizieren erkennbarer brüderlicher Gemeinschaft, die davor geschützt werden muss, dass sich sich in die Welt auflöst. Was würde das bedeuten, wenn man sich diese biblischen Wahrheiten über Gemeindesein endlich (wieder) klarmachen würde!
Anstatt aus der Fülle von Calvins Werk noch weitere positive Punkte zu nennen, sei einmal der für eine Rezension ungewöhnliche Weg eingeschlagen und die Frage gestellt: Welche Gründe könnte es geben, die Institutio nicht zu lesen? Vermutlich lassen sich zwei (Haupt)gründe bedenken.
Zum einen könnte es daran liegen, dass man dieses Werk Calvins gar nicht kennt, noch nie von ihm gehört hat. In diesem Fall kann man es natürlich auch nicht wertschätzen. Wem zum Beispiel zur Reformation des 16. Jahrhunderts nur der Name "Luther" einfällt, ist schlecht informiert.
Zweifellos war Luther derjenige, der bis in die tiefsten Schichten seines Menschseins an sich erfuhr, dass Gott ein zorniger Gott ist. Ihn wühlte die Frage auf, wie seine Sünden in ihrem vor Gott unauslotbaren Gewicht gesühnt werden können. Aus diesem Blickwinkel fand Luther das Kernthema der Reformation. Er durchschaute die Hohlheit der römisch-katholischen Bußtheologie, in der man für die eigenen Sünden und für die Sünden seiner Angehörigen Ablass und gute Werke als "Genugtuungen" ("satisfactiones") leisten könne. Ganz von unten, und damit mit einer ungeheuren, ihn schier zerschmetternden Wucht begriff er, dass, wenn es Rettung gibt, sie ausschließlich von außen kommen muss. Das heißt konkret: von Christus, dem Sohn Gottes.
Aber die Kehrseite dieser reformatorischen Kerneinsicht war, dass manche anderen Wahrheiten für Luther in den Hintergrund traten. Bezeichnenderweise hat dr Wittenberger Professor nie versucht, seine Erkenntnisse systematisch zusammenzufassen. Genau dies war die Aufgabe desjenigen, der sich immer als Schüler Luthers verstand: Johannes Calvin. Aus diesem Grund kommt niemand, der die Erkenntnisse der Reformation in einer durchdacht gegliederten Weise zur Kenntnis nehmen will, an Calvins Institutio vorbei.
Aber im Blick auf den Genfer Reformator dürfte es nicht nur Unbekanntheit sein, die einen davon abhalten könnte, zur Institutio zu greifen, sondern auch Vorbehalte bzw. Vorurteile.
Hier sei nur einmal an die hasserfüllte Schrift Stefan Zweigs ("Castellio gegen Calvin") aus dem Jahr 1936 erinnert, in der er Calvin als einen eigenwilligen, intoleranten, (nicht ohne Anklang an die totalitäre Machtausübung im Nationasozialismus) skrupellosen Tyrannen zeichnet. Natürlich ist ein derartiges Bild von ernsthaften Historikern schon zigmal anhand der historischen Fakten widerlegt worden. Aber man täusche sich nicht! Unterschwellig haben derartige Stereotypen eine lange Halbwertszeit!
Es kann nicht Aufgabe dieser Buchbesprechung sein, derartiges detailliert zu bestreiten. Lediglich sei darauf hingewiesen, dass gerade in neuerer Zeit Calvin wesentlich positiver gesehen wird. Man hebt nicht nur seine Anspruchslosigkeit und sein großes Pflichtbewusstsein hervor. Sein Wahlspruch, mit dem er sich entgegen seiner persönlichen Neigungen dazu bereit erklärte, nach Genf zu gehen, lautete, er wolle "sein Herz Gott zum Opfer bringen". Heute wird vielfach gerade seine Milde, seine Sanftmut, seine Bescheidenheit hervorgehoben. Bezeichnenderweise lehnte er es am Ende seines Lebens ausdrücklich ab, dass seine Grabstätte auffindbar sei. Jede Wallfahrtsfrömmigkeit sollte damit im Ansatz unterbunden werden.
Besonders aber ist Calvins außergewöhnliche Fähigkeit, hervorzuheben, strukturiert udn verständlich zu schreiben und immer wieder anhand der Heiligen Schrift seine Überlegungen zu überprüfen und daran zu messen. Aber das kann man am besten erkennen, wenn man selbst zu der Institutio greift. Deswegen die Empfehlung: Lesen Sie selbst!
Die Übersetzung stammt von Otto Weber, der dieses Werk in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ins Deutsche übertrug. Dankenswerterweise sind in der jetzigen Neuausgabe die Druckfehler berichtigt worden, udn es ist auch eine (leichte) Überarbeitung erfolgt. Dass die frühere Frakturschrift durch eine moderne Antiquaschrift abgelöst worden ist, ist lesefreundlich. Auch ist es durchaus sinnvoll und nicht störend, dass gelegentlich schwierig zu übersetzende Worte in lateinischer Sprache in Klammern hinter die deutsche Übersetzung eingefügt worden sind. [...]
Quelle: Bekennende Kirche, Jürgen-Burkhard Klautke, Juli 2009, S. 31
Das theologische Hauptwerk Calvins, der "Unterricht in der christlichen Religion. Institutio Christianae Religionis" zählt zu den wichtigsten Schriften der Christenheit. Die erste, alle Lebens- und Glaubensbereiche umfassende Dogmatik der Reformation liegt in einer von Matthias Freudenberg betreuten umfangreichen Neuausgabe (860 S.) der Übersetzung Otto Webers von 1938 vor. Druckfehler und Irrtümer wurden berichtigt, die frühere Frakturschrift durch die lesefreundlichere moderne Antiquaschrift ersetzt.
Quelle: BuchMarkt, Matthias Jacob, Februar 2009, S. 107
Ein Buch, das man einem guten Katholiken wahrscheinlich nie schenken würde, aber das er gelesen haben sollte wiegt mit seinen über 800 Seiten viel und ist eine Zeitreise in die Pädagogik und Theologie. "Unterricht in der christlichen Religion" von Johannes Calvin. Calvins Hauptwerk gehört zu den zehn wichtigsten Schriften der Christenheit, so wirbt der Verlag. Durch das aufmerksame Studieren biblischer Aussagen gelangt Calvin zu einer umfassenden theologischen Gesamtsicht des christlichen Glaubens und seiner praktischen Verantwortung. Jetzt in einem lesefreundlichen Abdruck in der Übersetzung von Otto Weber. Das Werk zur Vorbereitung auf das Calvin-Jahr 2009!
Quelle: gemeindereferentinnen - das magazin, Marcus. C. Leitschuh, 4 / 2008, S. 37
[...] Auch das Quellenstudium wird im Calvinjahr neu möglich sein. Nur ein Teil der in lateinischer und französischer Sprache verfassten Schriften, Bibelauslegungen und Briefe sind ins Deutsche übertragen. Die von Otto Weber übersetzte und mehrfach nachgedruckte "Institutio" war zuletzt vergriffen. Anlässlich des Jubiläums nun liegt diese wichtigste Quelle überarbeitet von Matthias Freudenberg, Professor für Systematische Theologie mit dem Schwerpunkt Reformierte Theologie in Wuppertal, wieder vor.
Quelle: Die Nordelbische, Dr. Martin Vetter, 1.2.2009, Ausgabe 5, S.8
[...] Institutio, die nun [...] in einer im Auftrag des Reformierten Bundes von Matthias Freudenberg bearbeiteten und neu herausgegebenen Fassung 450 Jahre nach ihrer letzten Überarbeitung und 500 Jahre nach der Geburt Calvins wieder auf Deutsch greif- und lesbar vorliegt. Auf über 850 Seiten können sich die Lesenden informieren über dieses in vier Kapitel unterteilte wichtige Buch der Kirche, das diese mit geprägt hat: I Von der Erkenntnis Gottes als des Schöpfers (21-124), II Von der Erkenntnis Gottes als des Erlösers in Christo (125-286), III Auf welche Weise wir der Gnade Christi teilhaftig werden, was für Früchte uns daraus erwachsen und was für Wirkungen sich daraus ergeben (287-562), IV Von den äußeren Mitteln oder Beihilfen, mit denen uns Gott zu der Gemeinschaft mit Christus einlädt und in iher erhält (563-857).
Quelle: Theo-Web, Zeitschrift für Religionspädagogik 8 (2009), H. 1, 220-251
Ein Muss für jeden theologisch interessierten Christen. 450 Jahre nach ihrer letzten Überarbeitung erscheint die "Institutio" nun als lesefreundliche Ausgabe in deutscher Sprache. Wie kaum ein anderes Werk hat dieses Buch nachhaltig auf evangelische Kirchen und Freikirchen gewirkt. Calvins Überarbeitungen unterstreichen, dass der Reformator immer auch die Auseinandersetzung gelebt, gedacht und geschrieben hat. Typisch Calvin endet die "Institutio" mit einem "Ehre sei Gott".
Quelle: Arndt Schnepper, Christsein Heute, März 2009, S.10
Zum Calvinjahr 2009:
Neuausgabe von Calvins Institutio
Von Eva-Maria Faber
Johannes Calvin: Unterricht in der christlichen Religion. Institutio Christianae Religionis. Nach der letzten Ausgabe von 1559 übersetzt und bearbeitet von Otto Weber. Im Auftrag des Reformierten Bundes bearbeitet und neu herausgegeben von Matthias Freudenberg. Neukirchen-Vluyn: Neukirchener; Wuppertal: foedus, 2008. 860 S. / CHF 84.00; 49.90 (D); 51.30 (A) / ISBN 978-3-7887-2327-9.
So sehr in der neueren Forschung die kerygmatischen und exegetischen Werke des Reformators Johannes Calvin zur Geltung gebracht wurden, so bleibt dennoch die Institutio Christianae Religionis das systematische Hauptwerk Calvins. Sie steht nicht in Konkurrenz zu den exegetischen Werken, sondern in bewusster Ergänzung dazu. So schreibt Calvin in seiner Vorrede zur Institutio Christianae Religionis von 1559, er habe mit der Institutio die Absicht verfolgt, die Kandidaten der heiligen Theologie so zum Lesen des göttlichen Wortes vorzubereiten und anzuleiten, dass sie einen leichten Zugang zu ihm haben und sich in ihm mit ungehindertem Schritt vorwärtsbewegen können. Die Institutio dient der Zusammenfassung der Summe der Religion, um für die Lektüre der Schrift zu klären, was darin zu suchen und auf welches Ziel alles in ihr Enthaltene auszurichten ist.
Mit Blick auf diese Bedeutung der Institutio ist es erfreulich, dass pünktlich zum Calvinjahr 2009 anlässlich der Feier seines 500. Geburtstags eine deutschsprachige Neuausgabe des Unterrichts in der christlichen Religion erscheint. Grundlage ist die letzte lateinische Fassung der Institutio von 1559 in der deutschen Übersetzung von Otto Weber, welche zwischen 1936 und 1938 erstmals erschien. Die letzte der sechs Neuauflagen dieser Ausgabe war 1997 erschienen und ist inzwischen vergriffen.
Die nun vorliegende Neuausgabe hat von dieser früheren Übersetzung lediglich Druckfehler und Irrtümer berichtigt. Auch wurden interpretierende und auf bestimmte Begriffe fixierende Hervorhebungen durch Wortsperrungen getilgt.
Einschneidender verändert wurde hingegen die Aufmachung. Die frühere Frakturschrift wurde durch moderne Antiquaschrift abgelöst. Der Text ist auf grossformatigen Seiten gut lesbar in zwei Spalten gesetzt. Auf die früheren Marginalien mit Inhaltsangaben wurde verzichtet; auch wurden die in früheren Ausgaben eher unübersichtlichen Inhaltsverzeichnisse schlanker gestaltet.
Dem Textcorpus der Institutio wurde eine Neuübersetzung von Calvins oben bereits zitierter Vorrede zur Institutio von 1559 vorangestellt. Nach einem Geleitwort durch Repräsentanten reformierter Kirchen in Deutschland führt der Bearbeiter in einer Einführung kurz in die Bedeutung der Institutio ein und gibt Rechenschaft über die in der neugestalteten Ausgabe vorgenommenen Änderungen.
Wünschenswert bleibt für die Zukunft eine Neuübersetzung der Institutio. Die Webersche Übersetzung trägt nicht nur die Spuren der Sprache ihrer Zeit an sich (wozu vielleicht auch ein eher redundanter Stil gehört), sondern enthält auch Ungenauigkeiten und gelegentlich interpretative Momente, wie etwa die Übersetzung von symbolum mit Merkzeichen.
Vorerst ist zu würdigen, dass mit dieser Neuausgabe die Institutio nun wieder in deutscher Übersetzung greifbar ist. Dafür ist dem Bearbeiter und Herausgeber Matthias Freudenberg zu danken; ebenso den beiden Verlagen, dem Neukirchener Verlag und dem foedus-verlag.
Quelle: Eva-Maria Faber, http://www.thchur.ch/, 08.11.2008
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